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Wimmer warnt

Ein Bild aus besseren Tagen. Wimmer und sein damaliger Moto2-Pilot Anthony West im Juli 2011.

Martin Wimmer schlägt ein neues Kapitel auf im Streit um das Ende der Traditionsfirma MZ in Zschopau. Der Ex-Geschäftsführer des pleite gegangenen Unternehmens hat am vergangenen Freitag bei der Dresdner Staatsalwaltschaft Anzeige erstattet. Er will klären lassen, ob es rechtens war, dass der Freistaat nach seiner Pleite vor vier Jahren Geld an die Merkur Bank überwiesen hat. Das Geldhaus stand damals hinter MZ und in der Kreide, als Wimmer mit dem Zschopauer Unternehmen eine Bruchlandung hinlegte. Das Land Sachsen sei nicht berechtigt gewesen, aus einer Landesbürgschaft, die damals für MZ aufgelegt worden war, an die Merkur Bank zu zahlen, ist Wimmer überzeugt.

Mit seiner Anzeige will er nun klären lassen, ob das rechtens war. „Ich habe Beweise, dass die Bank bei der Insolvenz von MZ nicht korrekt gehandelt hat“, heißt es in einem Schreiben, das per Mail verschickt worden ist. „Ich sehe es als meine Bürgerpflicht an, diese Unregelmäßigkeiten anzuzeigen“, lässt er wissen. Und er bedient sich der Populismus-Keule: „Warum sollen denn die Bürger Sachsens jetzt für diese Handlungen der Bank auch noch die Zeche zahlen“, bemüht er den Verweis auf die vermeintlich geprellten Steuerzahlen.

Wimmer meldete sich mit seiner Äußerung aus Hong Kong zu Wort, wo seine „MZ Publishing Co Ltd.“ im China Insurance Group Building  residiert. In seiner Pressemitteilung verweist er auch auf ein Buch, dass der später über den „Fall MZ“ geschrieben hat. Die Möglichkeit, dieses Buch via Internet zu bestellen, steht ganz am Ende der Pressemitteilung. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

Die Pressemitteilung kam übrigens von der Adresse info@mz-motor.com. Dorthin darf man sich auch mit Fragen wenden, teilte der Absender mit. Die Website selbst gibt es nicht. Zschopau/Dresden/cs

s Kommentare

  1. „Wimmer meldete sich mit seiner Äußerung aus Hong Kong zu Wort, wo seine „MZ Publishing Co Ltd.“ im China Insurance Group Building residiert“ …das erklärt schon sehr viel, wie vertrauenswürdig und mit welch‘ sauberer Weste dieser Mann agiert. Er hat MZ gegen die Wand gefahren und gibt dafür ausschließlich anderen die Schuld. Anstatt Motorräder zu bauen gab’s großartige E-Raketen wie Charly und WM-Rennsport, wo Geld im wahrsten Sinne des Wortes verbrannt wurde, welches nie dafür da war. Wimmer sollte seinen Mund halten. Er hat jede Menge Arbeitsplätze vernichtet, eine Traditionsfirma im Motorradbau in den Ruin gewirtschaftet und damit einer ganzen Region im Land Schaden im enormen Ausmaß beigefügt. Da ist seine Selbstherrlichkeit ein inakzeptables Armutszeugnis.

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