Motorrad

Unfall bei GDMA-Vortour

Da sitzt Jawabütti schon wieder auf seinem etwas lädierten Gespann.

Ausgerechnete Jawabütti! Den rührigen Streckenplaner der Großen Dresdner Motorradausfahrt (GDMA) hat es gestern bei einem Unfall in Luchau erwischt. Der kleine Ort gehört zu Glashütte. Jawabütti, dessen weiße Seitenwagen-Jawa nicht zu übersehen ist, führte eine Gruppe an, zu der auch GDMA-Impressario Mario Gerbet gehörte und die die für den nächsten Sonntag geplante Route noch einmal in Augenschein nehmen wollte. Die Gruppe befand sich kurz vorm Ortsausgang von Luchau in Richtung Glashütte, Ralf Büttner, so der bürgerliche Name von Jawabütti, war bereits am Ende der Rechtskurve angekommen, nach der es auf der S190 raus aus Luchau nach Glashütte geht. In diesem Moment hob es den Seitenwagen aus, Jawabütti verlor kurz die Kontrolle über sein Gespann, schrammte an der linken Seite eines entgegenkommenden Audi A4 entlang und fand sich dann auf der Straße sitzend neben seiner Maschine wieder, die inzwischen wieder in ihre normale Fahrlage zurückgekippt war.

„Mir gehts ganz gut, bis auf einen blauen Fleck habe ich das gut überstanden“, kommentierte er heute den Unfall. „Da war eine Bodenwelle, dadurch hats mich ausgehebelt“, beschrieb der Dresdner die Karambolage, die das Ende von 26 unfallfreien Motorradjahren markierte. Für seine Jawa und ihn selbst war die Testtour damit beendet. Das Gespann holte der ADAC ab, inzwischen ist es demontiert, die ersten beschädigten Teile werden bereits frisch lackiert. „Die Telegabel ist verbogen, Blechteile sind kaputt gegangen, das Vorderradschutzblech und die Lampenverkleidung“, beschreibt Jawabütti den Schaden an seinem Gespann. Polizeisprecher Wolfgang Kießling sagte heute auf Unkorrekt-Nachfrage, der Gesamtschaden, also auch der am Auto, betrage rund 4500 Euro.

GDMA-Erfinder Mario Gerbet ist sichtlich beeindruckt von dem Geschehen. „Die Strecke hat es in sich. Sie ist sehr schön, aber anspruchsvoll, da gibt es einige enge Stellen“, sagte er heute und nahm den Unfall in Luchau zum Anlass, gleich mal die Sicherheitsregeln für die Tour auf der GDMA-Website zu aktualisieren. Demnach darf bei der Ausfahrt auch dann nur auf der rechten Straßenseite gefahren werden, wenn die Polizei in derselben Richtung auf der linken Spur unterwegs ist. „Hinterradjunkies, Überholsüchtige und sonstige Undisziplinierte können gleich zu Hause bleiben“, warnt Gerbet und stellt fest: „Wir haben eine riesige Verantwortung für alle Teilnehmer und sind nicht gewillt, uns dies von einzelnen Spinnern oder Schwarzfahrern kaputt machen zu lassen! Die GDMA soll eine der allerschönsten Motorradausfahrten zum Saisonbeginn bleiben!“

Das Geschehen erinnert mich sehr an die GDMA 2004. Damals war ich selbst in einen Unfall in Sebnitz verwickelt. Dabei wurden zwei Menschen schwer verletzt. Beide wurden wieder gesund. Ein Trikefahrer war verkehrt herum in einen Kreisverkehr eingefahren und touchierte an der Ausfahrt des Kreisverkehrs dann mit dem Vorderrad eine Bordsteinkante. Das Vorderrad hob ab, der Fahrer gab vor Schreck Gas und schoss geradeaus in die Zuschauer. Dabei hat er auch mich erwischt. Das Motorrad war kaputt, bis auf ein paar blaue Flecke habe ich den Unfall damals gut überstanden. „Zwei Schwerverletzte bei Biker-Treffen“, schrieb damals die Deutsche Presseagentur (dpa) über den Unfall. Das war keine schöne Werbung für die Ausfahrt…

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