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Waagerechtes Wasser

Der Leuchtturm am Kolberger Hafen ist das Wahrzeichen der Stadt.

Wenn der Regen waagerecht fällt, ist Herbst. So richtig konnte sich der Regen nicht für eine eindeutige Richtung entscheiden am Mittwochabend, bei meiner Ankunft in Kolobrzeg (Kolberg). Es war dunkel, nass und stürmisch und die Straßen wie leergefegt. Erst Stunden später wurde mir klar – der 11. November muss in Polen ein Feiertag sein. Es ist aber nicht der Heilige Martin, der da in unserem katholischen Nachbarland im Mittelpunkt steht. Der 11. November ist der Polnische Unabhängigkeitstag. Die Volksrepublik feiert ihre Unabhängigkeit nach der Teilung durch Preußen, Österreich-Ungarn und Russland, die 1918 endete, habe ich bei Wikipedia gelernt.

So geht Nationalstolz: Landesflagge im Scheinwerferlicht am verwaisten Strand.

Im Fünf-Sterne-(Familien)Hotel wurde dieser Feiertag im Poolbereich gefeiert. Zig Kinder plantschten im warmen Wasser, die Eltern ließen sich unterdessen von Blubberblasen kraulen und schauten ihren Kleinen begeistert zu. Die Flucht nach vorn führte deshalb nach draußen – Abendspaziergang im warmen Novembersturm. Auf gruselig leeren Straßen in einem Ferienort, der mit seinen großen Hotels an der Promenade im Strandwald auf tausende Touristen eingerichtet ist. Nur eine Handvoll marschierten an diesem Abend mutig durch den spärlich beleuchteten Matsch aus Blättern und Ostseesand. Kolberg/cs

Nur eine Möwe leistete mir an der Hafeneinfahrt von Kolberg Gesellschaft.

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