Moped / Motorrad

MotoGP VII: Ein mulmiges Gefühl

Marquez vor Miller – der Regenspezialist jagt den Seriensieger. Der Spanier fuhr am Sonntag auf dem Sachsenring das vierte Mal in Folge aufs Siegerpodest. Foto: MotoGP

„Wir verlassen den Sachsenring mit einem genau so mulmigen Gefühl wie vor fünf Jahren.“ Das stand am Sonntagabend nach dem GoPro-Grand Prix zur Zukunft des MotoGP in Hohenstein-Ernstthal im Netz. Damals stand die Rennserie auf der Traditionsstrecke vor dem Aus, nachdem der ADAC Sachsen als Veranstalter das Handtuch geworfen hatte. Jetzt gibt es mit der Sachsenring Rennstrecken-Management GmbH (SRM) zwar einen Veranstalter, der gern weitermachen will, aber laut dem ADAC müssen noch mehrere, nicht benannte Bedingungen erfüllt werden, bevor die SRM den Zuschlag bekommt.

Streitigkeiten zwischen den Beteiligten in Hohenstein-Ernstthal – diversen Vereinen, der SRM und Gemeinden – könnten es sein, die der ADAC gelöst haben will, bevor die Vertragsverlängerung perfekt gemacht werden kann, hieß es am Sonntagnachmittag auf dem Ring. Doch warum sollte das den ADAC interessieren, der ja letztlich nur einen Veranstalter braucht, der ausreichenden finanziellen Background hat, um dem MotoGP den passenden Rahmen zu geben?

Die Rede war auch von Streitigkeiten zwischen den Veranstaltern vor Ort und Nachbarn der Rennstrecke, die ausschließlich kassieren, ohne einen Teil ihrer Einnahmen an die Grand Prix-Veranstalter weiterzureichen. Das richtet sich demnach unter anderem an die Anbieter von Stellplätzen für Campingwagen, Wohnmobile und Zelte, die den Kritikern zufolge ausschließlich in die eigene Tasche wirtschaften.

Und es wird gemutmaßt, dass im Hintergrund ohnehin große politische Räder gedreht werden, mit denen die Veranstalter vor Ort gar nichts zu tun haben. Ist da etwa ein schwerreicher Russe, der den Nürburgring kaufen und den MotoGP mit der Kraft seines Geldes dorthin verpflanzen will, unabhängig von den dann zu erwartenden Zuschauerzahlen? Oder machen im Hintergrund große ADAC-Landesverbände Druck, damit sich der MotoGP aus Sachsen verabschiedet und auf eine andere deutsche Rennstrecke wechselt?

Ganz zweifelsfrei wird letztlich sicher keine dieser Fragen beantwortet. Eine Antwort auf die Frage, wie es mit dem MotoGP weitergeht, wird es dennoch in absehbarer Zeit geben. Knapp vier Wochen bleiben den SRM-Verantwortlichen, um den ADAC zur Unterschrift zu überzeugen. So hat es ADAC-Sportpräsident Hermann Tomczyk festgelegt. Hohenstein-Ernstthal/cs

Ein schöner Anblick zum Abschied. Den würden die Sachsenring-Fans ganz sicher vermissen, bekommt die Strecke nicht weiter den MotoGP-Zuschlag.

s Kommentare

  1. „Ganz zweifelsfrei wird letztlich sicher keine dieser Fragen beantwortet.“
    Wieso steht es fest das keine dieser Fragen beantwortet werden. „Ihr“ wisst wohl schon mehr?

    1. Nur die Handelnden wissen (vielleicht) mehr. Also schießen die Spekulationen ins Kraut und jeder Beobachter versucht, sich die Situation irgendwie zu erklären. Sicher ist nur: Die Galgenfrist, die der ADAC gesetzt hat, läuft in genau dreieinhalb Wochen ab.

  2. Ich lese also nur Mutmaßungen, Vermutungen und Unklarheiten.
    Also „mulmiges“ ..
    Nichts was diesen Artikel lesenswert macht.

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