Dresden

Wie Dresden seine Klimaschutzziele verfolgt

Heute ist in ganz Europa Autofreier Tag. Schon gemerkt? Oder wenigstens davon gehört? An der Markthalle gab es heute ein paar kostenlose freie Parkplätze, genau dort, wo sonst keine sind. Vielleicht, weil ein paar Autofahrer zu Fuß gegangen sind, Busse, Bahnen oder das Fahrrad genutzt haben, statt mit dem eigenen Pkw zu fahren? Der Autofreie Tag gehört zur Europäischen Mobilitätswoche 2010 mit dem Motto „Clever unterwegs, besser leben“.

Dahinter steht das Klima-Bündnis, ein europäisches Netzwerk von Städten, Gemeinden und Landkreisen, die sich verpflichtet haben, das Weltklima zu schützen. Dresden ist Mitglied in diesem Klima-Bündnis. Die Mobilitätswoche oder gar der Autofreie Tag spielen dennoch zumindest aus Sicht der Stadtverwaltung in diesem Jahr keine Rolle. Nicht einmal einen Hinweis darauf hat es aus dem Rathaus gegeben. Das finde ich falsch, selbst wenn die Stadt womöglich Gründe hatte, keine der drei Kriterien zu erfüllen, die laut einer entsprechenden Charta zählen, will man sich offiziell an der Mobilitätswoche beteiligen. Vielleicht gelingt uns ja der Klimaschutz, zu dem sich die Stadt verpflichtet hat, dank der Waldschlößchenbrücke und einer vierspurigen „Königsbrücker“.

s Kommentare

  1. Bei der morgendlichen Lektüre einer aus Pietätsgründen hier ungenannt bleibenden Dresdner Tageszeitung blieb ich heute bei einer Meldung hängen. In der Rubrik Nachrichten (!) riet just zum autofreien Tag eine gewisse sächsische Energieagentur, mal nicht Auto zu fahren. Das war der Nachrichtengehalt, mit dem der Geschäftsführer sich auch noch namentlich zitieren ließ.

    Abgesehen davon, dass der Rat, am autofreien Tag einfach mal die Karre stehen zu lassen, fast schon nobelpreisverdächtig ist, wollte ich wissen, was es mit dem Unternehmen auf sich hat, das mit derart bahnbrechenden Tipps aufwartet.

    „Die sächsische Energieagentur“, von der ich noch nie gehört hatte, hat es mit ihren Ideen leider noch nicht zu einer eigenen Internetpräsenz geschafft (oder spart sie so Energie?). Immerhin ist sie dank der Zeitungs(null)meldung nun bei Google auf den vorderen Plätzen vertreten.

    Schlau bin ich aus dieser Notiz nicht geworden, also bleibt mir nur, mir meinen Reim zu machen. Und unwillkürlich fällt mir das Logo der SED ein, das mit den zwei Händen …

    Übrigens: der 26. September (Tag der Sprachen), der 30. September (Tag der Übersetzer), der Tag der deutschen Sprache (2. Septembersamstag) oder der 13. Oktober (English Language Day): plötzlich fallen mir ganz viele Termine ein, an denen ich wertvolle Tipps beizusteuern hätte … ob ich damit in der Zeitung lande?

  2. Habs nicht gewusst, aber auf der Marienbrücke sind mir heute früh ungewöhnlich viele Radler entgegengekommen. Bin (wie immer) auf der falschen Seite gefahren und habe angesichts des Andrangs, dem ich mich ausgesetzt sah, kurz daran gedacht, mir das abzugewöhnen.
    Gut zu wissen, dass der Spuk morgen wieder vorbei ist. =)

    1. Darüber sollte man unabhängig vom Andrang tunlichst öfter nachdenken, sich das auf-der-falschen-Seite-Fahren abzugewöhnen, Torsten 😉
      Kann nämlich bös enden.

  3. @ AntonLauner: Erscheint mir zwar eher unwahrscheinlich, denn selbst im „ausgeschalteten“ Modus müsste eine existierende und vor allem etablierte Website von Google ja gelistet werden. Das war am Mittwoch definitiv nicht der Fall; leider habe ich keinen Screenshot angefertigt.

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