Motorrad

Hoffnungsträger aus Hohndorf

Die neue von MZ, deren Zukunft leider noch nicht gesichert ist. Foto: PR

Das ist sie also, die Jüngste aus dem Hause MZ. Eine 125er mit einem Motor, den die Konstrukteure aus Hohndorf wegen seiner neuartigen Ventilsteuerung als Weltneuheit anpreisen. „125 SM“ oder „125 SF“ könnte die Maschine heißen, schließlich ist es eine Supermoto mit Anlehung an die Optik von Streetfightern, heißt es aus der Marketingabteilung des Unternehmens, das sei noch nicht entschieden. Offen ist auch, ob sie überhaupt in Serie gehen kann, denn dafür braucht MZ-Chef Martin Wimmer noch einen potenten Investoren.

Schöne Schwinge, schicker Auspuff unter dem Sitz – die Neue ist optisch gelungen. Foto: PR

Ein solcher Geldgeber wird im Rahmen des laufenden Insolvenzverfahrens gesucht (hier mehr dazu), ist aber offenbar noch nicht gefunden. Läuft alles glatt, was leider nicht gerade typisch ist für die letzten MZ-Jahre, könnte es die neue 125er von MZ ab Mitte 2013 zu kaufen geben. Der Preis steht noch nicht fest, dürfte sich aber aufgrund der Motorneuentwicklung deutlich über 4000 Euro bewegen, vielleicht sogar an die 5000 Euro-Schallgrenze heranreichen oder sie überschreiten. Wer so viel Geld für die Kleine bezahlt, kann dafür gewiss auch ein Motorrad erwarten, das allen Ansprüchen gerecht wird. Im Klartext: Solche „Kleinigkeiten“ wie die Markenaufkleber an der Seite der Maschine, die viel zu groß sind und eilig drangepappt wirken, müssen noch geändert werden.

Was die 125er von MZ wirklich kann, müssen allerdings noch Tests zeigen. Die sind aber erst dann sinnvoll, wenn klar ist, wie es mit dem Unternehmen weitergeht.

  • Schade übrigens, dass die Kollegen von der „Bikerszene“ die Bemühungen von MZ in ihrem Bericht über die Intermot-Neuheiten nicht berücksichtigt haben. Am Status der „Studie'“, die die 125er aus Hohndorf wenigstens so lange bleibt, bis die Serienproduktion gesichert ist, kann es nicht liegen, schließlich wurden solche Motorradplanspiele anderer Marken dennoch in den Bericht aufgenommen. Vielleicht hatten die Bikerszene-Macher aus Lampertheim (Hessen) die Westbrille aufgesetzt, als sie ihren Bericht verfassten und haben MZ nur zufällig „vergessen“.

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