Motorrad

Maut am Stelvio

Dort rauf geht's künftig nur noch mit Maut. Foto: Tilman2007
Dort rauf geht’s künftig nur noch mit Maut. Foto: Tilman2007

Es wird teurer am Stelvio. Ab 2019 soll das Stilfserjoch nur noch gegen Bezahlung befahrbar sein. Das meldet „Die Neue Südtiroler Tageszeitung“. Wie meine Kollegin Karin Gamper berichtet, soll die berühmte Passstraße aber zunächst aufgewertet werden, bevor die Gebühr eingeführt wird. Außerdem soll eine neue Organisation gegründet werden, die sich um die Vermarktung der Straße kümmert.

Die Idee ist nicht neu. Über so etwas wie eine Maut für die Gebirgsstraße mit den berühmten 48 Kehren wird seit Jahren diskutiert. Sie war lange schon im Gespräch, als ich 2012 das letzte Mal dort war. Nun ist sie offenbar beschlossene Sache und ihre Einführung nur noch eine Frage der Zeit. Und so soll sie funktionieren: Auf allen drei Zufahrten soll es künftig die Vignetten zu kaufen geben. Dazu sollen neue „Eintrittsgebäude“ errichtet werden, schreibt Karin Gamper. Mit der Gebühr, über deren Höhe sie noch nicht berichtet, soll nicht nur die Fahrt bezahlt werden. Sie gilt dann – ähnlich wie etwa bei der Großglockner Hochalpenstraße – auch als Eintritt für diverse Attraktionen, die aber erst noch eingerichtet werden müssen.

Ich finde, die Maut ist keine schlechte Idee. Einerseits könnte sie den Zustrom etwas bremsen, immerhin nutzen pro Jahr bis zu 450.ooo Personen den Pass – nur in den sechs Monaten, in denen er frei ist. Außerdem wäre damit die Zeit des sinnlosen Rasens vorbei. Vielleicht nimmt die Maut genau jenen Motorradfahrern die Lust an den Serpentinen, denen es nur darum geht, so schnell wie möglich zum Stelvio hinauf zu kacheln. Dresden/csp

  • Das Foto auf der Startseite hat Damian Morys (NYC) im August 2009 gemacht.

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