Medien / Motorrad

MZ und kein Ende?

Ein Bild aus besseren Tagen: Moto2-Teamchef Wimmer mit Anthony West. Foto: Archiv

Was ist denn da los? Wer gedacht hat, mit den letzten Worten von Insolvenzverwalter Christoph Junker sei das Thema MZ nun erledigt, muss sich eines Besseren belehren lassen. Denn heute hat sich Martin Wimmer, laut offizieller MZ-Website immer noch Geschäftsführer des Unternehmens in Hohndorf bei Zschopau, aus Hongkong zu Wort gemeldet. Wimmer bezieht sich auf eine Meldung der Deutschen Presseagentur (dpa), die am Freitag berichtet hat, das Geschäft mit MZ-Ersatzteilen werde künftig von einer neu gegründeten Firma abgewickelt.

„Mit Verwunderung nehme ich zur Kenntnis, dass nicht die Motorenwerke Zschopau GmbH das MZ-Ersatzteilgeschäft weiterführen soll, sondern eine andere Firma“, sagt Wimmer, „bisherigen Aussagen des Insolvenzverwalters Christoph Junker zufolge wäre die MZ GmbH selbst nicht in der Lage gewesen, dieses Geschäft und damit die Motorenwerke Zschopau GmbH am Leben zu erhalten.“ Besonders bemerkenswert findet Wimmer laut einer heute verschickten Pressemitteilung, dass der Betrieb offenbar in den Räumen der MZ GmbH weiterlaufen soll, weil aufgrund der guten Auftragslage derzeit nicht an einen Umzug zu denken sei.

„Das Ersatzteilgeschäft, das bisher der Motorenwerke Zschopau GmbH gehörte, erwirtschaftet alleine einen Jahresumsatz von 800.000 Euro“, so Wimmer, „der Verkaufswert des Lagerbestands liegt zwischen vier und sechs Millionen Euro.“ Durch die jetzt erfolgte Ausgliederung und den Verkauf des Ersatzteilgeschäfts sieht sich Wimmer in seiner Überzeugung bestärkt, dass die Schließung seiner bisherigen Firma nicht zwingend erforderlich gewesen wäre, da ihr Fortbestand allein auf der Grundlage des Ersatzteilverkaufs gesichert war.

Der Ex- oder Noch-Geschäftsführer erwägt nun, den Verkaufsvorgang rechtlich prüfen zu lassen und setzt damit womöglich unnötig das Hickhack um die Traditionsfirma fort. Immerhin: Solche Meldungen halten die Firma in den Medien. Aber es fällt schwer, Wimmer zu glauben, selbst wenn man es gern möchte.

Ein Kommentar

  1. was wäre noch möglich? Herr Martin Wimmer testete vor Jahren die Wirkung des – Kraft Lenk Pleuel’s der Siegfried Meyer Stiftung.Kommt nun wieder einmal eine Deutsche Technik aus China? wenn ja, warm anziehen. Denn es dürfte allen Herstellern und Motorenbauern noch lange Zeit nicht gelingen, diese Technik in der Werthaltigkeit und Wirkung der mit dieser einfachen Veränderung erzielbaren, positiven Veränderungen Paroli zu bieten. Messwerte bei u. A. MZ und vielen anderen waren:

    Leistung: plus ca. 30%
    Verbrauch: minus ca. 20%
    Drehmomentsteigerung ca. 20%
    Verringerung der Abgaswerte Hc und CO ca. 90%
    Reduktion der CO 2 Wert ( Klimakiller ) ca 25%

    Die Verbaurechte dieser Technik befinden sich für den Verbau im Zweirad in den Händen von Martin Wimmer. Was, wenn diese Technik in China gefertigt, den EU Markt überschwemmt? Fakt ist, es kann für lange Zeit kein anderer Hersteller diese Werte in diesem Verhältnis von Preis und Leistung überbieten. So lange die Industrie sperrt, keine fremden Techniken akzeptiert, so lange werden wir auch weiterhin aus Asien erfahren, was in aller Welt mit Deutscher Technik möglich wäre. Vielleicht sind die Verbaurechte dieser Technik sein Aß im Ärmel?
    Gruß
    Siegfried Meyer.

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