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Wie viele Leben hat die GDMA?

Aus, Ende, vorbei!!! Das wars dann wohl für die Große Dresdner Motorradausfahrt (GDMA), endgültig. Wenn nicht noch ein Wunder geschieht, dann stirbt diese weit über die Grenzen Dresdens hinaus bekannte Saisonereröffnung gerade zum dritten Mal. 2005 ging es zum ersten Mal zu Ende, dann fand 2006 eine Demo statt, hinter der unter anderem „Pro GDMA“  stand und die Ausfahrt wurde wiederbelebt. 2009 war es wieder vorbei, Mario Gerbet gab aber nicht auf. Er suchte sich „echte Profis“ als Partner, alles sah sehr erfreulich aus. Und nun dies: Ausgerechnet vor der 20. GDMA streicht Mario Gerbet die Segel. „Selbst eine große Dresdner Tageszeitung, der Veranstalter der letzten drei Jahre (die Mopo hat sich zuletzt mit der Ausfahrt geschmückt/Anmerk. von mir), hat sich zurückgezogen, weil sich Aufwand, Nutzen und Risko sich heutzutage kaum mehr darstellen lassen“, hat er vor sechs Tagen bei Sachsenbike kommentiert. Inzwischen gibts nur noch Trauerfarbe auf der GDMA-Website – das sieht übel aus.

Nun droht die offizielle Absage. Damit stirbt die größte Ausfahrt des Ostens wohl ihren letzten Tod. Es sei denn, irgendwer kommt auf den Gedanken, es Mario nachzumachen und eine Kopie der GDMA zu organisieren. Aber – wollen wir das überhaupt? Und wie viele Leben hat die GDMA überhaupt?

Man muss das Aus natürlich bedauern und es hat gewiss viele Gründe. Einer davon: Die Ausfahrt wurde trotz nunmehr fast 20-jähriger Tradition im sächsischen Innenministerium nie als Traditionsveranstaltung gesehen, die Polizei wollte deshalb schon vor dem Mopo-Engagement eine fünfstellige Summe für ihren Einsatz!!! Und die Stadt? Nun ja – zwar hat sie die Streckengenehmigung regelmäßig (und offenbar mit Sympathie für die Ausfahrt) abgearbeitet, aber offizielle Unterstützung etwa im Sinne von Werbung für dieses einmalige Event gabs auch aus dem Rathaus nicht.

Und dann sind da noch die Motorradfahrer, denen die paar Euro Teilnahmegebühr für die Ausfahrt stets zu viel waren. Schon zu Elbepark-Zeiten versammelten sich regelmäßig mehrere große Gruppen außerhalb des abgesperrten Geländes. Diese Zweirad-„Freunde“ nahmen zwar die Party am Start- und Zielort und die Ausfahrt selbst gern mit, aber die Handvoll Euro, mit denen sie die Veranstalter unterstützen sollten, hatten sie nicht übrig. Stattdessen parkten sie ihre Maschinen in Sichtweite und reihten sich dann ein, wenn es losging. Leute – ihr seid die wahren Totengräber der GDMA. Kotzbrocken, die gratis mitnehmen, was geht, am Ende aber womöglich noch im Internet über das Wetter, die Route oder das Showprogramm rumnölen. Oder über das Aus der GDMA.

Mario sei an dieser Stelle herzlich gedankt für sein jahrelanges GMDA-Engagement. Wir waren diesbezüglich nicht immer einer Meinung, es gab sogar mal ordentlich Stunk und ohne, dass ich das jetzt hier ausbreite, weiß er genau, was ich meine. Aber die Ausfahrt an sich stand Dresden wirklich gut!

Linke Hand zum (Abschieds)Gruß!

  • Natürlich habe ich Mario zur Zukunft der GDMA befragt. Gestern wollte er sich noch nicht äußern, er hat aber eine Erklärung dazu an diesem Wochenende angekündigt.

20 Comments

  1. Ich war nie dabei – der Tross war mir einfach zu groß. Marios Entschluss kann ich leider nachvollziehen. Ich habe selbst 12 Jahre lang ein viel kleineres Fest organisiert. Als dann mein Partner vor Ort aus gesundheitlichen Gründen aufgeben musste war es mit dem Fest vorbei. Unsere Leute fahren immer noch zusammen, aber nach langem Kampf gegen (Behörden) Windmühlenflügel war niemand mehr bereit sich den Hut aufzusetzten. Traurig aber wahr, friedliche Motorradfahrer sind immer noch nicht gewollt. Vor allem nicht bei Behörden. Die kümmern sich wahrscheinlich lieber um das eine Prozent als um die 99. Ich wünsche Mario viel Glück und vielleicht sogar einen Nachfolger. Verstehen kann ich ihn.

    Also ein freundliches linke Hand zum Gruß (weiss eigentlich irgend jemand noch, dass dies ursprünglich heißt die nächsten Kilometer bu..enfrei?). Ride on Mario!

    Thomas

  2. Lieber Herr Springer,

    Danke für Ihre Betrachtungen zur aktuellen Entwicklung bei der GDMA. Wie passend, dass Ihr Blog dabei unter „unkorrekt“ läuft. Denn zumindest einige wichtige Teile Ihres Artikels sind unkorrekt. Denn die seit drei Jahren gelernte Konstellation hätte ohne weiteres auch in 2014 stattfinden können, wenn Herr Gerbet nicht so starrsinnig und überheblich agiert hätte. Denn laut bestätigter Informationen kam der Rückzug der Morgenpost nur weil Mario Gerbet sich weigerte, ein lächerlich wirkendes Zugeständnis zu machen. Aber bei seiner Ausfahrt darf nur er bestimmen … Andere Partner der GDMA wurden von ihm ebenfalls nur wenig wert geschätzt und sowieso glaubte er zum Schluss wieder, er schaffe es alleine oder hätte schon neue Partner an Bord, die nach seiner Pfeife tanzen würden. Ein Irrglaube, wie sich nun bestätigt.

    Bitte nicht falsch verstehen: Mario Gerbest hat dort in den Neunzigern eine tolle Veranstaltung aufgebaut. Dafür gilt ihm auch mein Dank. Aber mit den Veänderungen der Zeit kam und kommt er nicht zurecht. Daran ist er und die GDMA letztlich gescheitert!

    Kay Lamprecht

    1. OMG | Lieber Herr Springer, beruhigen Sie sich bitte, es gibt offensichtlich keinen Kay Lamprecht im Umfeld der Dresdner MorgenPost. Aber ich denke zu wissen, wem dort die Felle wegschwimmen. Ich hoffe nur die Geschäftsführung und die Chefredaktion bekommen es mit wie ohnmächtig hier gerudert wird, weil man zur Chefetage wohl nicht ehrlich ist.

      1. Interessant. Ich habe ihn gestern per Mail gebeten, Beleidigungen wegzulassen. Bisher kam keine Antwort.

  3. Ich war voriges Jahr das erste Mal dabei und fand es großartig, das eine so große Zahl völlig verschiedener 2-, 3- und 4-Radfahrer sich zu einer gemeinsamen Ausfahrt trafen und friedlich durch eine wunderschöne Landschaften tourten und in den Ortschaften begeistert gefeiert wurden. Es hatte Volksfestartige Ausmaße und viele saßen in ihren Vorgärten bei Sekt und Bier und grillten und genossen das Defile vieler schöner und exotischer Fahrzeuge. Tausende säumten die Straßen, winkten und klatschten und häufig ging ein „Aah“ und „Ooh“ durch die Menge. Man sollte auch nicht vergessen, wieviel Geld in die Region kommt, für Essen, Trinken, Tanken, evt. Übernachtungen usw. Es wäre sehr schade, wenn diese tolle Veranstaltung ausgerechnet zu ihrem 20. Geburtstag sterben würde ! Es wird soviel Geld für ihren einen Sch….. in den Sand gesetzt. Stadtväter Dresdens, gebt Euch mal einen Ruck und investiert auch mal was in die „Jugend“. Auch wenn viele der Teilnehmer stark „ergraut“ sind ! Bietet sich doch hier wieder einmal die Gelegenheit sich als modern, weltoffen und tolerant darzustellen. Auch die Polizei sollte einmal überdenken, ob hier nicht Zeit und Geld sinnvoller investiert sind, als es später in die Bekämpfung der Rocker-Kriminalität stecken zu müssen ! Es könnte auch hilfreich sein, den Rundfunk und die großen Motorrad-Ausrüster Polo, Louis und Hein Gericke versuchen in´s Boot zu holen. Ideen hätte ich genug, leider bin ich kein Ortsansässiger. Ich hoffe Ihr kriegt das auch dieses Jahr wieder hin; ich bin auf jeden Fall mit dem „Red Scorpion“ wieder dabei ! Gruß Irven-Keroy Krieger aus Berlin

  4. “Selbst eine große Dresdner Tageszeitung, der Veranstalter der letzten drei Jahre (die Mopo hat sich zuletzt mit der Ausfahrt geschmückt/Anmerk. von mir), hat sich zurückgezogen, weil sich Aufwand, Nutzen und Risko sich heutzutage kaum mehr darstellen lassen”,
    Meine Anmerkung dazu: dem ist nicht so, wir haben uns schlicht und ergreifend nicht auf eine gemeinsame Namensgebung verständigen können. Das hatte nichts mit Aufwand, Nutzen oder Risiko zu tun.

    1. Frau Dietmann – die Ausfahrt hat einen Namen, sie braucht keinen anderen. Oder finden Sie Große Dresdner Motorradausfahrt schlecht?

      1. Ist eine minimale Namensänderung so schlimm, wenn es die Ausfahrt in ihrer bekannten Ausgestaltung und mit der gelernten Abkürzung GDMA dann weiter gegeben hätte? Ich denke nicht. Aber wenn Sie, Herr Springer, lieber auf die GDMA verzichten als ein kleines Zugeständnis zu machen, dann sind Sie nicht besser als Herr Gerbet. Andere zählen lassen, aber selbst die Konditionen bestimmen …. Weltfremd!

        1. Herr Kay, benennen Sie doch bitte endlich mal die minimale Namensänderung, an dem angeblich der Veranstalter der letzten drei Jahre den Fortbestand der GDMA festmacht.

  5. Herr Lamprecht,

    Sie sind ja offensichtlich direkt oder indirekt bei der Organisation der GDMA involviert und verfügen somit über fundiertes Fachwissen. Von daher verstehe ich nicht dass Sie verschweigen, dass das Thema Namensgebung nur ein Punkt von vielen ist, die zum Scheitern der GDMA beigetragen hat.
    Thema Namensgebung: Sie schreiben es selbst – es war und ist (jedenfalls im Moment) seine Ausfahrt und selbstverständlich darf er da bestimmen, zumindest hat er als Ideengeber das gewichtigere Stimmrecht. Da nützt kein Jammern und Nachtreten. Und wie gesagt – daran stirbt die GDMA nicht!
    Abschließend – jetzt haben Sie freie Bahn. Organisieren Sie doch die Große Morgenpostausfahrt – ich wünsche gutes Gelingen – ehrlich!

  6. Schade, schade ! Es ist sehr traurig. Aber wie es aussieht nicht zu ändern. Obwohl ich auch an vielen anderen Ausfahrten, Heim-, und Kinderausfahrten teilnehme war mir und meiner Frau die GDMA sehr wichtig. Anfangs hatten wir Bedenken wegen der vielen, vielen Fahrzeuge, aber alles verlief so geordnet und friedlich. Überall war Lächeln zu sehen , ob bei Fahrern, Gästen, Ordnern oder Zuschauern, egal. Es waren glückliche und schöne Stunden, die es ja wohl doch eher weniger gibt in unserem Dasein auf Erden.
    Das die wartenden nicht zahlenden Quereinsteiger recht reichlich aus den Nebenstrassen kamen ist auch für mich ärgerlich gewesen. Erstens ist diese Drängelei gefährlich und zweitens echt fies gegenüber dem Veranstalter. Diesem jedenfalls noch mal Herzlichen Dank für die geleistete Arbeit. Ich kann ihn verstehen. Wenn nichts mehr geht und einem Knüppel zwischen die Beine geworfen werden, die Last der Verantwortung auf seinen Schultern liegt, dann ist irgendwann der Zeitpunkt erreicht wo man _NEIN“ sagt.
    Tschüß Euer Mückenkiller

  7. Mario – ich denke, dass es einen Kay Lambrecht nicht wirklich gibt – das ist halt der Fluch der „neuen“ Medien…. 😉

  8. Schade ,schade kann ich dazu nur sagen. Ich bin seid den ersten Stunden mit dabei gewesen und habe mich jedesmal schon riesig darüber gefreut wenn es wieder losging
    und sich so viele Biker und Zuschauer darüber freuten ein großes Fest der besonderen Art feiern zu können. dafür möchte ich allen Organisatoren ganz herzlich danken.
    Das nur der Profit und Geldgier im Vordergrund stehen und alles positive zerstören
    macht mich unendlich Verbittert und ich habe eine Stinkwut im Bauch.
    Warum muss man so Borniert sein und kann sich nicht einigen?
    Ich hoffe es kommt noch zu einer Einigung und das Erlebnis GDMA besteht weiter.
    Viel Erfolg

  9. An alle Beteiligten,

    mensch Freunde, das war so ein geiles Ding! Was Ihr am laufen hattet. Da ist es doch eigentlich ziemlich Wurst wie es heisst. Jeder der am ersten Maiwochenende mit dem Bike in Richtung DD unterwegs war wusste schon wo er hinwollte. Macht es doch nicht am Namen fest! Was sind doch Kleinigkeiten. Was kümmert sich eine Eiche wenn sich ein Wildschwein dran schabt?
    Komm setzt Euch nochmal zusammen. Viel schlimmer wie das Wetter bei der letzten Ausfahrt kann es doch auch nicht werden.
    Und mein Junior im Beiwagen und ich, wir haben das auch ausgesessen.

    Viel Erfolg
    Lutz Krause

  10. Nochmal einen etwas nach hinten geschobenen Thread hervorgeholt – wir wollen am

    Donnerstag, dem Feiertag am 1.Mai 2014

    eine kleine ERSATZ-K/GDMA fahren. Natürlich nichts „Organisiertes“, sondern es wird eine reine Eisdielentour, wenn ihr versteht, was ich meine.

    Treff ab 09:30Uhr im Elbepark, Abfahrt soll so gegen 10Uhr sein. Wer aus der Nähe kommt und mitfahren möchte, kann gerne kommen.

    Zur Beruhigung aller, wir fahren nach StvZo (in den vorderen Reihen). Wer hinten was anderes macht, macht dies auf eigenes Risiko. Vielleicht wird es so, wie 2010, als ich auch vornweg gefahren bin.

    Ich wünsche allen einen guten Saisonanfang, vielleicht trifft man sich rein „zufällig“ auf dem Elbeparkplatz. Zwinker :–)

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