Moped / Motorrad

Biker, Baden und Bier

Fabio, Christoph, Tibor und Robert (v.l.)  haben das Bad im Anhänger genossen.

Männer beim Baden, Männer beim Kochen, Männer beim Bier – so funktioniert das Motorradfahrer-Wintertreffen auf Schloss Augustusburg. Die diesjährige Ausgabe ist seit heute Geschichte und das Treffen war dieses Mal mehr Frühlingsvergnügen als winterharte Kälteherausforderung. Weniger Schlamm aber auch weniger Platz, sagten mir einige Teilnehmer. Sie bedauerten, dass die Verantwortlichen der Augustusburg einen Teil der Zeltfläche aus den vergangenen Jahren gesperrt hatten. Ohne Erklärung. Was der Grund dafür war, wird hier noch zu erörtern sein.

Diese Dixiklo-Barriere versperrte einen wesentlichen Teil der Zeltplatzfläche.

Es war deshalb eng rund um die Burg, jede noch so schiefe Rasenfläche musste als Zeltplatz herhalten. So mancher Biker wird deshalb nachts unfreiwillig auf seinen Nebenmann gerollt sein. MZ, Dnjepr, Ural – das waren die am meisten vertretenen Motorradmarken. Und jede Menge Mopedfahrer waren auch auf die Burg geknattert. Darunter Tim aus Zwickau mit seinem aufgemotzten Moped. Aus dem S50 hat er ein S80 gemacht. „Läuft 90 Stundenkilometer“, erzählte er mir stolz, im nächsten Sommer will er einen Büffeltank auf sein Bike schrauben. Das fiel schon jetzt durch die ganz besondere Beschriftung auf: „Der Kolben rennt, der Auspuff schreit – 2-Takt für die Ewigkeit“ steht mit Filzstift geschrieben auf dem roten Lack.

Tims ganzer Stolz ist sein aufgemotztes Moped.

Genau so funktioniert das Zweiradfahren auf augustusburgisch. Begeisterte Schrauber, die auch vor salzigen Straßen nicht zurückschrecken treffen auf Globetrotter und Zweiradfans aus der unmittelbaren Umgebung von Schloss Augustusburg, wie der Slang vieler Biker erkennen ließ. Wer das verpasst hat, sollte sich das nächste Treffen Anfang 2017 schon jetzt in den Kalender schreiben.

 

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