Dresden / Medien / Moped

Farbmarkierungen und ihre Wirkung

Unfallspuren, im Hintergrund die völlig demolierte Schwalbe.

Es hat mächtig gekracht heute um 7 Uhr auf der Kreuzung Alaunstraße/Louisenstraße. Schwalbe gegen VW-Polo. Verloren hat der Mopedfahrer, der (mich gruselts immer noch) in T-Shirt und kurzen Hosen unterwegs war. Er kam offenbar die Alaunstraße heruntergerauscht, die Autofahrerin die Louisenstraße von der „Rothenburger“ kommend. Ich habe den Unfall gehört, nicht gesehen und es waren sofort zwei oder drei Zeugen und Ersthelfer vor Ort. Der Rettungsdienst kam (geschätzt) binnen zehn Minuten, die Polizei war auch schnell da und jetzt – eine reichliche Stunde nach dem schweren Unfall – künden nur noch ein paar Farbmarkierungen auf der Straße von dem Geschehen.

Solche Markierungen bewegen mich zuletzt sehr. Sie sind auch noch lange nach Unfällen zu sehen und haben – zumindest bei mir – so auch dann noch Wirkung. Sie erinnern stets daran, wie schnell eine schöne Motorradtour ein brutales Ende finden kann. Denn mitunter „malt“ die Polizei auch die Konturen der Fahrzeuge nach. Auf der „Königsbrücker“ befand sich bis vor einigen Tagen solch ein „Gemälde“, direkt an der Mündung der Katharinenstraße. Da war genau zu sehen, in welcher Position das kaputte Zweirad am Ende liegen geblieben war…

Den Unfall heute hätte ich aus allen Richtungen fotografieren können – und dabei wäre ich noch vor der Polizei vor Ort gewesen. Ich habe es nicht getan, denn schon das Unfallgeräusch ging mir (als Zweiradfahrer) durch Mark und Bein. Nun frage ich mich: Beruf vielleicht doch verfehlt???

  • Nachtrag: Die Markierung auf der „Königsbrücker“ ist immer noch gut zu sehen.

s Kommentare

  1. Ja … bin auch der Meining das der Beruf und das Hobby Motorradfahren nicht verfehlt sind, viel mehr liegt es an schlecht ausgebildeten Kraftfahrern und an Menschen die es einfach nicht interessiert ob etwas passiert. Gestellt mit meinen Kids eben genau an dieser Kreuzung mnit meinen beiden Jungs 13 und 10 konnten wir innerhalb 30 min 6 Fahrzeugführer beobachten die einfach die Regeln misachteten bzw. diese nicht kannten. Ganz zu schweigen von mind. 50 passanten die sich genau so wenig um die regelkonforme Überquerung der Kreutzung scherten, wie ein Radfahrer mit Kinderanhänger der ohne sich umzuschauen einbfach drauf los fuhr. Daher bin ich der Meinung die Aufgemalten umrisse, auch wenn es einen Unschuldigen getroffen hat müssten noch viel länger zu sehen sein … vielleicht schreckt es ja doch etwas ab und die Menschen werden wieder vernünftiger und nehmen mehr Rücksicht aufeinander.

Kommentieren

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Required fields are marked *