Moped / Motorrad

Schon mal in Zschorna gewesen?

Im Februar die erste Motorradtour. Das ist in unseren Breiten ungewöhnlich. Vor allem, wenn das Thermometer eine reichliche Woche zuvor noch zweistellige Minusgrade zeigte.

Schön und ganz schön kühl: Auf der schnurgeraden Straße zwischen den Zschornaer Teichen.

Die Vorbereitungen liefen perfekt. Die neue Batterie kam am Freitag. Nach einer reichlichen Viertelstunde war sie eingebaut und der Druck auf den Starterknopf erfüllte alle Erwartungen. Binnen Sekunden meldete sich der V-Twin zu Wort und einer Tour stand damit nichts mehr im Weg.

Ungewöhnlich warmes Februarwetter lockte am Wochenende auf die Straße. Vier Biker, zwei Mal BMW, ein Mal Triumph und ein Mal Yamaha, testeten die neue Saison an. Die Führung übernahm ein Fernreise-erfahrener Motorradkollege, dessen Garage in der Bierstadt Radeberg als Startort ausgewählt wurde. Er führte die kleine Gruppe durch Wachau, an Ottendorf-Okrilla vorbei, nach Radeburg und weiter über hübsche kleine Straßen nach Zschorna.

Schon mal dort gewesen? Wer auf der A13 Richtung Berlin fährt, bekommt den Zschornaer Großteich kurz vor der Autobahnanschlussstelle Thiendorf vom Navi angezeigt. Sehen kann man ihn nicht von der Autobahn aus. Aber die kleine Straße direkt neben der A13 führt direkt dorthin. 24 Einwohner hat Zschorna, steht bei Wikipedia. Es gehört zu Thiendorf. Viel wichtiger aber: Es liegt am gleichnamigen Teichgebiet mit Großteich, Breitem Teich und Brettmühlenteich. Die Teiche seien nicht sehr tief, sagte unserer Führer bei einem Stopp auf der kleinen Straße, die schnurgerade zwischen dem Großteich und dem Breiten Teich hindurchführt. Aber sie sind groß. Wirklich groß. Und bei unserer Tour am Sonntag waren sie noch von einer Eisschicht bedeckt. Der Wind pfiff über das Eis und erinnerte uns daran, dass noch Februar ist. Schnell weiter, so kühlt wenigstens nur der Fahrtwind und nicht der, der zusätzlich übers Land fegt.

Drei ältere Herren mit drei sehr unterschiedlichen Motorrädern beim Aufwärmen in Königsbrück.

Unser Vornwegfahrer braucht Sprit für seine 1200 GS, also steuern wir eine Tankstelle am Rand von Königsbrück an. Wir alle brauchen außerdem einen Kaffee, denn die Sonne im frühen Februarfrühling wirkt nur dann wirklich wärmend, wenn wir stehen. Überhaupt: In schattigen Wäldern mit nassen Straßen, an denen links und rechts noch Schneereste liegen, ist das Fahren noch kein reines Vergnügen. Temperaturgerecht wenden wir unsere Maschinen nach dem Tankstopp wieder Richtung Heimat. Wir wählen natürlich nicht den direkten Weg, das wäre dann doch zu wenig gewesen. Und so fahren wir von Königsbrück erst einmal Richtung Kamenz und schließlich über Pulsnitz zurück.

Das Fazit: Es hat sich gelohnt. Wann kann man schon mal bei uns eine Motorradtour im Februar machen. Schon allein deshalb war diese Sonntagsausfahrt ein Vergnügen. 100 Kilometer mehr hat der Tacho danach angezeigt. Das kann sich doch sehen lassen. Ein Dank geht an den perfekten Vornwegfahrer und die zwei weiteren Begleiter. Dresden/csp 

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