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Harley-Fahrer feiern

In Dresden findet in diesem Jahr das deutschlandweit einzige Treffen der Motorradmarke statt: die Harley Days. Und es wird ein besonderer Geburtstag gefeiert.

Tolkühne Männer auf ihren „fliegenden“ Kisten – fast wie im gleichnamigen Film. Wenn sie nur den Fotografen beachten würden…

Die Liste der Besonderheiten ist lang und nicht nur erfreulich. Die Harley Days Dresden können wieder stattfinden. Im vergangenen Jahr ist das Treffen von Motorradfahrern der US-Marke wegen Corona ausgefallen. Sie sind sogar das einzige derartige Fest, das in diesem Jahr in ganz Deutschland stattfindet, nachdem der größere „Bruder“, die Harley-Tage in Hamburg, wieder abgesagt werden musste.

Und es gibt noch einen Grund, zu feiern: Das Harley-Chapter der Landeshauptstadt, also die Gruppe der Motorradfahrer, die solche Maschinen bewegen und aus Dresden und Umgebung stammen, feiert parallel sein 25-jähriges Jubiläum. Weniger erfreulich: Traditionell gedenken die Männer und Frauen dabei auch der verstorbenen Mitglieder. Dazu gehört in diesem Jahr Klaus-Dieter Lindeck, einer der ehemals besonders engagierten und umtriebigen Harley-Fahrer. Auch bei den Harley Days spielte er stets eine besondere Rolle – als Moderator, Anführer einer Ausfahrt, Mitorganisator des Fests im Ostragehege.

Eberhardt Grohmann, Ebs genannt und Präsident des Harley-Chapters, redet Klartext: „Das ist katastrophal“, sagt er zum Verlust des einstigen Vorstandsmitglieds. „Er hinterlässt eine Lücke, die nie zu schließen ist.“ Und Lindeck habe ihm viel abgenommen bei der Vorbereitung der Harley Days Dresden.

Bei der Veranstaltung, die am Freitag in der Flutrinne beginnt und bis Sonntagnachmittag dauert, ist das Chapter mit einem eigenen Platz vertreten. Dort wird auch an die Verstorbenen erinnert. Doch im Mittelpunkt soll am Wochenende die Motorradparty stehen und die Freude darüber, dass sie in diesem Jahr wieder stattfinden kann.

Daran lässt vor allem Daniela Hesse keine Zweifel, die die Fäden für das Programm und das Drumherum in den Händen hat. Die Vorbereitung des Treffens war in diesem Jahr eine besondere Herausforderung, sagt die Dresdnerin. „Normalerweise hat man für so etwas ein Dreivierteljahr Vorlauf, wir hatten jetzt drei Wochen Zeit.“ Und dabei spielte auch Corona eine Rolle. Es gilt: Wer die Veranstaltung im Ostragehege besuchen will, muss geimpft, genesen oder getestet sein und das nachweisen können. Für den Notfall gibt es eine Testmöglichkeit vor Ort.

Für die Fans der Motorradmarke aus den USA ist interessant, dass gleich zwei Neuheiten präsentiert werden – Maschinen, die erst kürzlich auf den Markt gekommen und zum Teil noch gar nicht zu kaufen sind, präsentiert Harley Deutschland in Dresden. Das Harley-Chapter lädt zu insgesamt acht geführten Motorradausflügen auf verschiedenen Strecken ein, während sich alle Dagebliebenen von Bands unterhalten und das Angebot auf dem Festgelände nutzen können. Dort bieten Händler ihre Waren an, Speisen und Getränke wird es geben und Programmpunkte wie einen Wettbewerb, bei dem die besten Motorräder in verschiedenen Kategorien ausgezeichnet werden. Dazu soll auch wieder der Motorradfahrer mit der weitesten Anreise gehören.

Der kam bei den letzten Harley Days aus Norwegen. Ob potenzielle Besucher aktuell eine so lange Anreise in Kauf nehmen und überhaupt machen dürfen, ist fraglich, meinen die Veranstalter. Aber aus dem angrenzenden Ausland kommen bestimmt viele Besucher, ist Daniela Hesse überzeugt. Und zusätzlich lockt der Geburtstag des Dresdner Chapters Gäste in die Landeshauptstadt. 3.000 bis 5.000 Motorradfahrer könnten es am Wochenende werden, hofft sie. Und insgesamt vielleicht 15.000 Besucher im Messegelände. Etwa so viele, wie bei den letzten Harley Days Dresden vor Corona. Dresden/csp

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