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Kategorie: Weltanschauliches

Post vom rechten Rand

Dieser Brief an mich kam kürzlich in der Redaktion an.
Dieser Brief an mich kam kürzlich in der Redaktion an.

In der Redaktion ist ein Brief angekommen. Ohne Absender und mit Sätzen, die das gedankliche Umfeld des Verfassers deutlich erkennen lassen. Von „Verdummung durch die ´political correctness´“ der Medien ist da unter anderem die Rede. Der Absender, der sich zu meinem Kommentar vom 21. Januar in der Printausgabe der DNN zu den Naziaufmärschen in Dresden anlässlich des 13. Februar äußert, bringt es noch nicht einmal fertig, seinen Namen zu nennen.

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Eine Winterreise I

Hier ist der Mini-Luther nun zu Hause, im Dachgeschoss.
Hier ist der Mini-Luther nun zu Hause, im Dachgeschoss.

„Hier stehe ich, ich kann nicht anders“, soll Luther in seiner Rede auf dem Reichstag von Worms (1521) gesagt haben haben. Das trifft auch auf einen der Mini-Luther zu, die im Sommer in einem umstrittenen Kunstwerk auf dem Markt von Wittenberg standen. Das rote Kunststoffabbild des berühmten Luther-Denkmals aus der Elbestadt in Sachsen-Anhalt steht nun rund 600 Kilometer südwestlich von Wittenberg in einem etwa 150 Jahre alten Bauernhaus in dem kleinen (evangelisch geprägten) Örtchen Renfrizhausen und passt perfekt in den neuen Galerieraum.

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Nazis blockieren? Nazis blockieren!

„Rechtsbruch ist nie legal, kann aber legitim sein.“ Diesen eigentlich ganz einfachen und logischen Satz hat heute Wolfgang Howald gesagt, Vizepräsident des Sächsischen Landesarbeitsgerichts i. R. und Vorsitzender des Münchner– Platz–Komitees e.V. Der Satz hat Mut gemacht für den 13. oder den 19. Februar, wenn wieder Neonazis durch Dresden marschieren wollen. Denn er ermutigt zu dem, was als „ziviler Ungehorsam“ bezeichnet wurde beim Podiumsgespräch der Arbeitsgemeinschaft (AG) sozialdemokratischer Juristen.

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Gute Aussicht

„Tod, Teufel, Sünd und Hölle sind ganz und gar geschwächt; bei Gott hat seine Stelle das menschliche Geschlecht.“ Mit dieser Sicherheit endet für mich die Weihnachtszeit. Die Worte stehen am…

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Putin, Chodorkowski und warum sich Dresden schämen muss

2009 hat der Premierminister Russlands, der ehemalige KGB-Offizier Wladimir Wladimirowitsch Putin in Dresden den Sächsischen Dankorden des Semper Opernball e.V. bekommen, der im Jahr darauf erstmals St. Georgs Orden hieß. Das Schmuckstück stehe „mit seinem Motiv – der heilige Georg tötet mit seiner Lanze einen Drachen – für den ewigen Kampf zwischen Gut und Böse. Seine Träger sind gemeinhin dafür bekannt, ihren eigenen Weg zu gehen“, erklären die Veranstalter des Balls den Orden.

Mitte Dezember 2010 hat Putin bereits vor der Verurteilung von Michail Chodorkowski festgestellt: „Ein Dieb sollte im Gefängnis sitzen. Laut Gerichtsbeschluss wird Chodorkowski des Diebstahls für schuldig gehalten. Eines sehr soliden Diebstahls.“

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Weihnachtsgrüße

Den Lesern dieses Blogs wünsche ich ein gesegnetes Weihnachtsfest. Und allen, denen das Wetter in diesem Jahr Probleme bereitet das Fest zu feiern, wie sie es geplant hatten, dennoch schöne…

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Gedanken und ein Wunsch zur Einheit

Mein Unreifezeugnis und der Ausweis, mit dem ich drei Jahre später in den Westen entlassen wurde.

Die Wiedervereinigung war nicht richtig. Das meinen zehn Prozent von uns Ossis, meldet das ZDF und beruft sich dabei auf das eigene Politbarometer (Grafik Nr. 5). Zu diesen zehn Prozent könnte auch Klaus-Dieter M. gehören, mein Klassenlehrer aus der Erweiterten Oberschule „Romain Rolland“ (RoRo). Denn seine Unterschrift steht gleich neben der des Schuldirektors in meinem Abizeugnis. Er war demnach federführend, als mein Reifezeugnis zu einem Unreifezeugnis gemacht wurde.

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Linke Propaganda für Straftaten

Das Mob Action-Shirt "one4all" (Quelle: mob-action.de).

Demonstrationen gegen Nazis und deren Tun folgen einer szenetypischen Choreographie. Ebenso, wie Demonstrationen Rechtsextremer. Diese Art der Ordnung drückt sich unter anderem im Äußeren der Demonstrationsteilnehmer aus und wird von speziellen Kleidungsherstellern geprägt. Der bei den Nazis beliebten Marke „Thor Steinar“ setzen pfiffige Sozialdemokraten aus Mecklenburg etwa die Marke „Storch Heinar“ entgegen. Ein Erfolg, nicht zuletzt, weil sich die Verantwortlichen von „Thor Steinar“ dermaßen über die neue Marke geärgert haben, dass sie sie per Gericht verbieten lassen wollten. Sie hatten keinen Erfolg. „Storch Heinar“ funktioniert dank doppeldeutiger Signets, die sich nicht immer auf den ersten Blick erschließen.

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Luther getarnt

Gartenzwerge müssen nicht zwingend bunt sein. Sie müssen auch nicht unbedingt Schubkarren schieben und Zipfelmützen tragen. Dieser Ansicht ist zumindest Unkorrekt-Leser Guido Weißhahn aus Dresden-Löbtau. Er hat sich einen knapp einen…

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Engel im Schrott

Darf man das? Ein 300 Jahre altes Bild mit Resten der Originalmalerei mittels Epoxydharz mit Leiterplatten bekleben und das Ganze dann als Kunst verkaufen? Im Wortsinn übrigens! „Englischer Gruß“ heißt dieses Bild von Karl-Heinz Appelt, derzeit zu sehen in einer kleinen Schau seiner Werke in „meiner“ Kirche, der Martin-Luther-Kirche.

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