Moped / Motorrad

Saisonstart im Motorrad-Museum

Auf dem Futtertrog ist heute Platz für Motorräder im künftigen Museum in Heeselicht.

Es war ein voller Erfolg! Die Saisoneröffnung im künftigen Motorrad-Museum in Heeselicht hätte nicht viel besser laufen können. Trotz Wolkenhimmel und regnerischem Wetter drängten sich im Verlauf des Tages mehr als 250, vielleicht sogar mehr als 350 Menschen im und vor dem künftigen Ausstellungsraum im Rittergut an der Hofestraße. Birgit Zwicker, Gattin des künftigen „Museumsdirektors“ Axel Zwicker, strömte freudestrahlend durch die Menge und war glücklich. „In der letzten Nacht habe ich bestimmt nur 20 Minuten geschlafen“, erzählte sie mir. Der Nachbar habe ein Dach, auf dem man den Regen gut hörte. Axel habe sie dann beruhigt, schließlich hatte die Museumscrew eine tolle Schlechtwettervariante vorbereitet – mit Zelten vor dem Eingang, Grill draußen, Kuchenbuffett drinnen, Gasheizung und Biertischen im Gewölbe.

Für die Action zur Saisoneröffnung war „Onkel Sven“ zuständig.

Axel Zwicker freute sich vor allem über das breite Interesse: Das halbe Dorf war da, die Ortsvorsteherin, die Feuerwehr hat geholfen, Freunde von überallher sind gekommen, natürlich viele aus Dresden, Motorradfahrer und Menschen, die kein Motorrad besitzen, Erwachsene fachsimpelten beim Bier während Kinder über die Wiese im Rittergut tobten. Das alte Haus soll künftig nicht nur viel Platz für Motorräder bieten, auch drei Ferienwohnungen, gern für Biker, wollen die Macher einrichten. Zehn Personen haben dort künftig Platz.

Der Thron ist „denkmalgeschützt“.

Ja, diese Toilette soll erhalten bleiben, zeigte mir Axel Zwicker bei einem Rundgang ein Kabuff im ersten Stock, in dem zu DDR-Zeiten eine Porzellanschlüssel auf ein drei Stufen hohes Podest geschraubt worden ist. Eine selbst gewählte Denkmalschutzaufgabe wie auch der Plan, eine der Ferienwohnungen mit 50er-Jahre-Möbeln einzurichten. Anlass dafür war eine bestens erhaltene Schlafzimmereinrichtung aus dieser Zeit. Im Erdgeschoss planen die Museumsmacher eine Bibliothek mit Motorradliteratur, auf der anderen Seite des Flurs einen Veranstaltungsraum, eine Küche für Feste wie die Saisoneröffnung wird es auch geben und wo der Tresen am Museumseingang entsteht, ist auch schon festgelegt.

Überhaupt, der Denkmalschutz: 26 Motorräder nennen Birgit und Axel Zwicker ihr Eigen – Oldtimer und Youngtimer. Sie sollen der Grundstock fürs Museum werden, für das im März ein Trägerverein gegründet wurde. Die Gründungsunterlagen liegen jetzt beim Finanzamt, so Axel Zwicker, dabei geht es um die Anerkennung der Gemeinnützigkeit. Leider muss dafür der Name geändert werden. Das „Mein“ muss weg, berichtete mir Axel, aus „Mein Motorrad-Museum Sächsische Schweiz“ muss „Motorrad-Museum Sächsische Schweiz“ werden. Schade. Und ich meine: Da wiehert der Amtsschimmel. Heeselicht/cs

Der Herr Museumsdirektor zeigt einen Teil seiner Schätze.

 

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