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Nachtwölfe heulen in Dresden

Den Tag der Befreiung, den 8. Mai, feiern die russischen Nachtwölfe heute in Dresden. Für sie ist es der Tag des Sieges über Nazideutschland. Um sie zu treffen gibt es einen Sonder-Feuervogel.

So präsentierte sich im Mai 2015 eine kleine Abordnung der Nachtwölfe vor dem ehemaligen KZ in Dachau.

Um 16 Uhr ist Schweigen angesagt. Dann legen die Ночные Волки auf dem Dresdner Heidefriedhof einen Kranz für die Opfer des Bombenangriffs im Februar 1945 nieder.  Reichlich eineinhalb Stunden später wollen sie am Denkmal auf dem Olbrichtplatz sein und um kurz nach 19 Uhr steht der Besuch bei Mototreff Feuervogel an der Fischhausstraße in ihrem Programm.

Ihre Fahrt „steht für das Gedenken an die Opfer der Weltkriege, die Erinnerung und vor allem die Versöhnung der Vaterländer“, heißt es in einer Erklärung der Tour. Und weiter: „Dabei verbindet uns ein Teil unserer Geschichte und das Motorradfahren, sowie heutzutage das gemeinsame Bedenken vor der Zukunft Europas, vom Atlantik bis an den Ural“. Was damit gemeint ist, wird nicht weiter erklärt. Bekannt ist aber, dass die Nachtwölfe den russischen Überfall auf die Krim gut finden. In der Hafenstadt Sewastopol haben sie unter anderem eine ihrer gigantischen Bühnenshows mit Musik, Feuerwerk und Motorrädern zelebriert. Kritik am russischen Vorgehen im eigentlich unabhängigen Nachbartstaat Ukraine ist also nicht so richtig ihr Ding.

Flagge zeigen in Dresden dagegen schon. Zwei Mal kamen sie bereits bei solchen „Siegesfahrten“ nach Dresden, 2015 und im vergangenen Jahr. Dresden/csp

Das ist die für alle geltende Einladung zum Feuervogel.

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